In modernen Produktionsumgebungen macht der Maschinenfuhrpark einen großen Posten im Investitionsbudget aus. Die Geräte müssen stabil arbeiten, robust und langlebig sein, damit sich eine Kapitalanlage mittel- bis langfristig rechnet. Bei allen Teilen muss die Qualität stimmen – bis hin zu den Steck- und Schraubverbindungen, Buchsen oder Klemmleisten. „Hersteller erwarten von diesen Komponenten eine hohe Qualität sowie die Einhaltung von Sicherheitsstandards und Normen“, erklärt Detlef Fritsch, Geschäftsführer der Weco Contact. „Bei der Entwicklung und Herstellung der jeweiligen Komponenten sind Sorgfalt und Expertise gefragt, damit im Produktionsumfeld nicht plötzlich die Bänder stillstehen.“ Zu den zentralen Anforderungen der Industrie gehören die Erstfehlersicherheit sowie die Temperaturstabilität. In Steckverbindern genutzte Kunststoffe müssen erhöhten Temperatur standhalten und schwer entflammbar sein. In kritischen Umgebungen ist manchmal auch eine hohe Resistenz gegen Explosionsschäden gefragt. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass die Produkte strenge Prüfverfahren durchlaufen, bevor sie zum Einsatz kommen.
Resistenz gegen Kontamination ist essenziell
Ein zentrales Thema ist beispielsweise auch die Forderung nach Resistenz gegen alle Arten von Kontaminationen. Das soll Verunreinigungen in den Verbindungskomponenten verhindern, die zu Ausfällen führen können. Zwingend erforderlich ist die Resistenz gegen möglicherweise eindringende Gase sowie gegen Reinigungs- und Lösemittel auf Basis von Alkoholzusätzen. Einsickernde Flüssigkeiten dürfen die Steckverbindung nicht beeinträchtigen oder gar zum Ausfall führen. Eine besondere Konstruktion der Gehäuse mit eingebauten „Schikanen“, also Verlängerungen der Kunststoffisolationswände, kann dafür sorgen, dass die Flüssigkeiten nicht an die stromführenden Teile kommen.
Darüber hinaus ist die sichere Bedienbarkeit essenziell. Dazu zählt der Schutz gegen Stromschläge, Kurzschlüsse, Überspannungen oder andere Einflüsse, die das Personal in der Produktion gefährden könnten. Die integrierten Verbindungselemente spielen daher für die Sicherheit von Geräten im produzierenden Umfeld eine zwar unsichtbare, aber dennoch zentrale Rolle.
Vielfältige Einsatzoptionen abdecken
Verbindungselemente sind die stillen Helfer und eine zentrale Komponente im Inneren von Maschinen und anderen Industrie-Lösungen. Das Spektrum ihrer Einsatzfelder reicht von der Beleuchtung für den Reinraum von Laboren, Forschungseinrichtungen und Produktionsstätten der Feinmechanik über mobile Geräte, die entlang einer Produktionsstraße genutzt werden, bis hin zu Überwachungs-Apparaten für die Messtechnik. Das Spektrum ist beliebig erweiterbar.
Beleuchtungseinheiten beispielsweise müssen meist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr reibungslos funktionieren. Zuverlässigkeit ist das A & O. Das Arbeitsfeld, in dem Forscher, Entwickler oder Feinmechaniker arbeiten, muss nahtlos ausgeleuchtet sein. Kleinste Abweichungen im Sichtfeld können für die Entwicklung, beispielsweise von Platinen oder hochwertigen Produkten dramatische Folgen haben. Denn hier ist Millimeterarbeit gefragt.
„Umso wichtiger ist es, dass die Qualität sämtlicher Komponenten innerhalb eines Beleuchtungssystems verlässlich ist“, erklärt Detlef Fritsch. „Verbindungselemente, die hier zum Einsatz kommen, müssen extrem zuverlässig sowie unempfindlich gegen Reinigungsmittel und Dämpfe sein, damit im laufenden Arbeitsprozess das Licht nicht ausgeht.“
Die Beleuchtung ist im industriellen Umfeld ein professionelles Medium, von dem die ordentliche Durchführung diverser Arbeitsabläufe abhängt. In Reinräumen beispielsweise ist eine hohe Robustheit der Beleuchtungssysteme essenziell. In diesem Umfeld entstehen häufig Durchströmungen und thermische Veränderungen, die eine hohe Resistenz der Lichtanlage zwingend erfordert.
„Für diese Einsatzfelder sind schraub- und schraublose Steckverbindersysteme besonders geeignet, die schon heute bei namhaften europäischen Herstellern im Einsatz sind“, so Detlef Fritsch. „Diese Komponenten bieten optimale Anschlussmöglichkeiten für unterschiedliche Szenarien. Zusätzliche Sicherheit bietet ein Rasthaken, mit dem der Verbinder ideal auf der Stiftleiste einklinkt. Ein unbeabsichtigtes Lösen bei Anwendungen in Umgebungen mit starken Vibrationen oder Durchflusssteuerungen ist somit nahezu ausgeschlossen.“
Mobilität ist im Produktionsumfeld Trumpf
Der mobile Einsatz von Geräten an verschiedenen Einsatzfeldern eines Produktionsumfelds ist eine weitere Herausforderung für die Komponenten. Verbindungsstecker, die in diesem Umfeld genutzt werden, müssen ausgesprochen robust sein. Sie sollten während des Standortwechsels Unebenheiten oder sogar Stöße abfedern und unempfindlich gegen Vibrationen sein. Für diese Einsatzfelder bietet sich die Verwendung von Flachsteckklemmen an. Diese lassen sich unter anderem bei Einschüben und Racks nutzen, die ihre Aufgaben teilweise fest in einem Produktionskreislauf erfüllen oder mobil an verschiedenen Stellen zum Einsatz kommen. Die Robustheit der Komponenten sorgt auch im rauen industriellen Umfeld für eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Geräte.
Prüf- und Messgeräte spielen in der Industrie besonders in der Qualitätssicherung eine zentrale Rolle. Steckverbinder in solchen Geräten müssen von hoher Qualität sein, damit eine durchgängige Messung und Prüfung garantiert ist. Nur so lassen sich valide Werte generieren. Ein lockeres Kabel kann etwa die Verfahren unterbrechen und zu partiellen Ausfällen führen. Unterm Strich wird dadurch das Ergebnis verfälscht. „Das kann in der Produktion teuer werden, vom Reputationsverlust nicht zu reden“, warnt Detlef Fritsch. „Gerätehersteller, die Industrieunternehmen beliefern, dürfen bei der Wahl ihrer Komponenten daher keine Kompromisse eingehen.“