Egal ob im Nahbereich oder bei Entfernungen bis zu mehreren hundert Metern – optoelektronische Sensoren mit Multipixel Technology (MPT) und Pulse Ranging Technology (PRT) ermöglichen eine zuverlässige und präzise Objekterfassung und bringen gleich mehrere Vorteile mit sich: Mithilfe der integrierten Messtechnologien wird die Distanz zum Objekt punktgenau erfasst und umgehend ausgewertet, sodass Fehler frühzeitig erkannt und behoben werden können. Beide Messtechnologien sind weitestgehend störsicher gegenüber äußeren Einflüssen und liefern auch bei schwierigen Objektoberflächen präzise Messergebnisse. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Funktionsweise von Sensoren mit MPT und PRT sowie über die Anwendungen, für die sich die jeweiligen Technologien eignen.
Wie funktionieren Sensoren mit MTP?
Die Multipixel Technology (MPT) kombiniert das bewährte Triangulationsprinzip mit der Messfunktionalität von klassischen Distanzsensoren. Hierfür sendet das sogenannte PowerBeam – in Form einer LED oder eines Lasers - einen Lichtstrahl auf das zu erfassende Objekt, das diesen reflektiert. Der reflektierte Lichtstrahl wird von einem Empfangselement im Sensor, dem Multi-Pixel-Array, wieder erfasst. Anhand einer präzisen Winkelmessung innerhalb von Dreiecken wird schließlich die Entfernung zum Objekt gemessen. Je nach Entfernung des Sensors zum Objekt trifft das reflektierte Licht auf unterschiedliche Positionen auf dem Multi-Pixel-Array: Ist das Objekt nah, ergibt sich eine große Winkeländerung. Ist es weiter entfernt, entsteht eine kleinere Winkeländerung. Über die Winkelbeziehung und die Ermittlung der Lichtfleckposition auf dem Empfangselement lässt sich dann die exakte Distanz des Objekts zum Sensor bestimmen. Dies geschieht vollautomatisch mithilfe des integrierten Mikroprozessors und abgestimmter Software-Algorithmen.
Die leistungsstarken Sensoren mit MPT meistern mühelos komplexe Objekterfassungsaufgaben im Nahbereich und liefern selbst bei wechselnden Umgebungsbedingungen zuverlässige und störsichere Messergebnisse.
Sensoren mit MPT in der Anwendung
Vorteile im Überblick:
Präzise Objekterkennung auf kurze Distanzen, auch bei spiegelnden oder dunklen Objektoberflächen
Ausblendung störender Objekte im Erfassungsbereich durch anpassbare Betriebsarten
Zuverlässiger Betrieb in anspruchsvollen Umgebungen wie in Tiefkühlanwendungen bis -30 °C
Wie funktionieren Sensoren mit PRT?
Mithilfe der PRT lassen sich Distanzen von wenigen Zentimetern bis zu mehreren hundert Metern punktgenau erfassen. Hierfür sendet eine leistungsstarke Lichtquelle kurze, energiereiche Impulse aus, die am Objekt reflektiert und von einem lichtempfindlichen Empfangselement wieder erfasst werden.
Aus den ermittelten Werten wird über die Laufzeit der Lichtimpulse die Entfernung zum Objekt errechnet. Ist das Objekt nah, ergibt sich eine kurze Lichtlaufzeit. Ist es weiter entfernt, ergibt sich entsprechend eine längere Lichtlaufzeit.
Die mit Pulse Ranging Technology ausgestatteten Distanzsensoren bieten sichere und hochpräzise Messungen bei hoher Wiederholgenauigkeit und kurzen Ansprechzeiten. Da äußere Störeinflüsse wie Fremdlicht oder variierende Reflexionseigenschaften kaum Einfluss auf die Funktionsfähigkeit der PRT-Sensoren haben, sind sie für den Gebrauch in den vielfältigsten Umgebungs- und Objektbedingungen geeignet.
Vorteile der PRT im Überblick:
Präzise Messergebnisse auf große Distanzen, auch bei mehreren Targets im Erfassungsbereich
Unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen wie Fremdlicht, Staub oder Nebel sowie sicheres Ausblenden von Objekten im Hintergrund
Zuverlässiger Betrieb auch in anspruchsvollen Umgebungsbedingungen wie in Tiefkühlanwendungen bis -30 °C
Blog-Beitrag : Multipixel Technology vs. Pulse Ranging Technology – zwei optoelektronische Messprinzipien im Vergleich